Grundsätze unserer Schule

Ein umfangreiches Konzept mit vielen Einzelheiten finden Sie als PDF-Datei im Bereich Download. Hier möchten wir nur das Wesentlichste kurz vorstellen:

Wir betrachten Schule als Lebensraum für Kinder, der kindlichen Bedürfnissen angepasst sein muss und die Kinder optimal auf die Zukunft vorbereiten soll.

In diesem Sinne bauen wir auf die Grundsätze Maria Montessoris zur Differenzierung und Erziehung zur Selbstständigkeit. Wir erkennen aber auch an, dass es viele weitere pädagogische Strömungen mit interessanten und wirksamen Konzeptionen gibt und versuchen daraus ein Optimum für die Kinder zu entwickeln und unsere eigenen Wege zu gehen.

Die Grundschule vermittelt die Grundlagen der Bildung - diese müssen »sitzen«. Daher benötigen alle Kinder unterschiedliche Wege und Zeitspannen um die Inhalte zu erarbeiten. Den Frontalunterricht als Grundlage halten wir daher für unsinnig, da dieser von völlig gleichen Vorkenntnissen aller Schüler ausgeht und damit die Lebenswirklichkeit außer acht lässt.

Grundpfeiler unseres Unterrichts ist daher die Freiarbeit, in der die Kinder nach festen Regeln selbstständig Stoff, Material und Intensität eines Arbeitsschrittes bestimmen.

Der Lehrer ist nicht Redner sondern »Lernbegleiter«, der den Kindern auf den Weg hilft, Probleme bespricht und aufpasst, dass nichts übersehen wird - das eigentliche Lernen passiert aber im Kind selber, dabei kann der Lehrer höchstens unterstützend wirken.

Die Kinder lernen in altersgemischten Klassen; Erst-, Zweit- und Drittklässler in einer Gruppe, Viert-, Fünft- und Sechsklässler in der nächsten. Dabei nutzen wir den Effekt, dass die Kleineren den Großen nacheifern und diese als Vorbild nutzen und die Möglichkeit, dass Größere durch »Lehrerfunktion« den Kleineren gegenüber Inhalte für sich sichern und vertiefen, denn nur was man selber erklären kann, sitzt wirklich sicher. Angenehmer Nebeneffekt ist das besonders familiäre Klima, das dabei in den Klassen entsteht.

Wir sind der Meinung, dass Fehler nichts Schlimmes sind, aber so lange gelernt werden muss, bis sie verschwunden sind. Von daher gibt es bei uns nur in der 6. Klasse Noten. Das Prinzip ist einfach: Du lernst etwas, du machst Fehler - also lernst du weiter; die Erziehung zu einer Haltung. Dafür brauchen wir keinen Vergleich mit anderen Schülern, jeder muss aus sich das Beste machen.

Der Anspruch an die Schüler ist einfach: Jeder muss SEIN BESTES geben; der leistungsstarke Schüler darf nicht mit sich zufrieden sein, nur weil er besser als die anderen ist, auch er muss sein individuelles Optimum geben. Ein Schüler, der Schwächen in bestimmten Bereichen hat, darf nicht frustriert werden, nur weil es trotz Fortschritts immer noch schwächer als der Durchschnitt ist, sondern soll motiviert werden, weiter an sich zu arbeiten.

Zeugnisse gibt es daher in umfangreicher Berichtsform, als sog. »Zeugnisbrief« persönlich an jeden Schüler. So ist es möglich, die Kinder individuell anzusprechen und ihre eigenen Anstrengungen und Erfolge zu bewerten - ohne nur auf den Vergleich achten zu müssen.

Lernen ist vielfältig; neben den klassischen Fächern legen wir Wert auf soziale Erziehung, Erziehung zur Lernbereitschaft, Ordnungssinn und Selbstdisziplin, Erziehung zu Gesundheit und Bewegung und vielem mehr.

Dazu gibt es ein umfangreiches Schulprogramm mit regelmäßigen Festen, Feiern, Ausflügen, außerschulischen Lernorten, Sport- und Spielfesten, Lesenächten, jährlichen Klassenfahrten, usw.

                       Schule als Lebensraum!